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Mode, Nachhaltigkeit und Mailand – unser Erasmus+ Projekt

Anfang Mai reiste eine Gruppe von 15 Schülerinnen und Schülern aus der Q1, begleitet von Frau Becker und Frau Schumacher, nach Mailand – für ein besonderes Erasmus+ Austauschprojekt, das sie mit neuen Erkenntnissen, neuen Freundschaften und einem völlig neuen Blick auf ihren Kleiderschrank zurückgebracht hat.

Zwei Schulen, eine große Frage

Gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern des Liceo Artemisia Gentileschi, einer Berufsschule in Mailand, verbrachten unsere Schülerinnen und Schüler mehrere Tage damit, einer der drängendsten Fragen unserer Zeit nachzugehen: Was kosten die Kleider, die wir tragen, wirklich?

Das Projekt, das im Rahmen des Erasmus+ Programms und somit von der EU gefördert wurde, widmete sich dem Thema Mode und Nachhaltigkeit – und hätte keinen besseren Ort finden können als Mailand, eine der Modemetropolen der Welt.

Fashion Detectives in der Stadt

Der Höhepunkt des Austauschs war ein Vormittag voller Feldforschung mitten in der Stadt. In gemischten deutsch-italienischen Gruppen erkundeten die Schülerinnen und Schüler verschiedene Bereiche der Mailänder Modewelt – von den Luxusboutiquen im Quadrilatero della Moda über Sportswear-Läden und Fast-Fashion-Ketten bis hin zum nachhaltigen Modelabel Rifò. Bewaffnet mit strukturierten Arbeitsblättern und einer Leitfrage untersuchten sie Schaufenster, analysierten Etiketten, hinterfragten Nachhaltigkeitsversprechen und hielten ihre Beobachtungen in Fotos und Notizen fest.

Gemeinsam forschen, gemeinsam schreiben

Zurück in der Schule teilten alle Gruppen ihre Ergebnisse auf einem gemeinsamen Padlet und erarbeiteten anschließend in neuen gemischten Gruppen einen Ratgeber für
Gleichaltrige: „Sustainable Shopping: A Guide for Young People”. Der Leitfaden, der auf Canva gestaltet und veröffentlicht wurde, gibt jungen Menschen konkrete Tipps – wie man Labels liest, Greenwashing erkennt und nachhaltige Alternativen findet.

Ein weiteres Highlight war ein Clothes Swap, bei dem die Schülerinnen und Schüler Kleidungsstücke miteinander tauschten und nachhaltigen Umgang mit Kleidung ganz praktisch erlebten.

Was bleibt

Das Projekt hat bei unseren Schülerinnen und Schülern Spuren hinterlassen – nicht nur in ihrem Wissen über die Modeindustrie, sondern auch in ihrer Haltung als Konsumentinnen und Konsumenten. Die Erfahrungen, die sie in Mailand gemacht haben, möchten sie nun weitergeben: Ein Clothes Swap an unserer Schule ist bereits in Planung, und das Thema soll im nächsten Schuljahr weitergeführt werden.

Wir sind stolz auf das Engagement unserer Schülerinnen und Schüler und bedanken uns herzlich bei unseren italienischen Partnern für die wunderbare Zusammenarbeit.