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Q1 Workshop “Jung, sicher, startklar!“

Eigentlich ist es jeder VerkehrsteilnehmerIn völlig klar, dass im Straßenverkehr schon ein einziger, kurzer, schicksalhafter Moment manchmal über Leben und Tod entscheidet, selbst wenn man selber gar nichts falsch gemacht hat. Meist ist die Unfallursache ein menschlicher Fehler. Dabei sind häufig nicht angepasste Geschwindigkeit, ein zu geringer Sicherheitsabstand, Vorfahrtsfehler und Ablenkung (z.B. durch Musik oder das Smartphone) ursächlich.

Banner der Aktion „Jung, sicher, startklar!“

Die Frage ist nun: „Wie kann ich mich und andere vor Schäden schützen?“ Antworten auf diese Herausforderung wurden für die Schülerinnen und Schüler der Q1 (Klasse 12) an der UNESCO- Schule im Verkehrserziehungsprojekt „Jung, sicher, startklar!“ erarbeitet.

Die Fachleute für Fragen der Verkehrssicherheit und Unfallprävention: (v.l.) Frank Götteng, Burkhard Richter, Jörg Schmitt, Bernfried Liedtke und Achim Woitek von der Kreisverkehrswacht Wesel e.V. sowie Polizeihauptkommissarinnen Anja Lührig und Janine van Geldern

Zusammen mit den engagierten Fachleuten der Kreisverkehrswacht Wesel e.V. und zwei Beamtinnen der Kreispolizei Wesel haben sich am 13. und 14. Juli rund sechzig Schülerinnen und Schüler der Oberstufe mit der Thematik theoretisch und anschließend auch auf der Erlebnis- und Erfahrungsebene auseinandergesetzt.

Messgerät zur Reaktionsgeschwindigkeit

Was hilft, ist die Kenntnis über mögliche Gefahren. Defensives Fahren, ständige Aufmerksamkeit und das Rechnen mit den Fehlern anderer Verkehrsteilnehmer, gehören zu den wichtigsten Aspekten.

Fahrsimulator Kraftrad / Leichtkraftrad

Der vierstündige Workshop kam bei den Lernenden gut an. „Da waren wichtige Tipps dabei.“ oder „Sehr gut fand ich, dass man am Fahrsimulator merkt, wie lang doch so ein Anhalteweg bei 50 km/h sein kann. Glaubt man gar nicht!“, waren da Aussagen der Schülerschaft.

Fahrsimulator Kraftfahrzeug / Auto

Nach dem Theorieteil am ersten Tag konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer am zweiten Aktionstag viele praktische Erfahrungen machen. An einer der fünf Stationen ging es zum Beispiel um die eigene Reaktionszeit. Am Motorradsimulator konnte man die Komplexität der Anforderungen an Fahrzeughandhabung und Teilnahme am Straßenverkehr „live“ erleben. Unter Anleitung der Polizei wurde mit aufgesetzten Rauschbrillen (Simulation der Auswirkung von Alkohol bzw. Drogen) ein Hindernisparcours bewältigt und am Ablenkungssimulator konnte man erfahren, warum „Multitasking“ beim Autofahren keine gute Idee ist. Das gleichzeitige Lesen und Beantworten von Handynachrichten oder das Suchen nach Musik im Streamingdienst lenken vom Autofahren ab und sollten deshalb unterbleiben. Sich auf die Anforderungen des Straßenverkehrs zu konzentrieren ist Aufgabe und Herausforderung genug, gerade für FahranfängerInnen.

Rauschbrillen

Ein besonderes „Erlebnis“ bot in diesem Themenkontext der Kollisionsschlitten. Hier konnten die Schülerinnen und Schüler hautnah erfahren, wie es sich anfühlt, mit dem Auto bei einer Geschwindigkeit von (nur) 10 km/h zu kollidieren. Das Erleben der Wucht des Aufpralls, der laute Knall, wenn der Schlitten abrupt stoppt und man vom Sicherheitsgurt abgebremst und gehalten wird, verfehlten ihre Wirkung nicht.

Kollisionsschlitten

Warum aber der ganze Aufwand? Damit es möglichst niemals zu Unfällen, Verletzungen oder noch schlimmeren Konsequenzen kommt!

Begleitet wurden die Schülerinnen und Schüler der Q1 beim Projekt „Jung, sicher, startklar!“ von den beiden KoordinatorInnen der Verkehrserziehungsprojekte an der UNESCO-Schule Frau Julia Hill und Herrn Michael Mrosek.

(v.l.) Michael Mrosek, Julia Hill, Frank Götteng, Anja Lührig, Janine van Geldern, Burkhard Richter, Bernfried Liedtke, Achim Woitek und Jörg Schmitt)

Für das kommende Schuljahr 2026/2027 ist dieser Workshop schon für den Folgejahrgang gebucht und im Plan terminiert.

(Text + Fotos: MM – Juli 2026)