Wie lang ist eigentlich die so niedlich zusammengerollte Anakonda und wie viele Kakaobäume benötigen wir für unseren Jahresschokokonsum? Auf die Jagd nach solchen Zahlen machte sich eine Gruppe von Mathematikschülerinnen und –schülern des Jahrgangs 6 im Zoo Krefeld.

Der Ausflug war eine Anerkennung für besonders gute Projektarbeiten zum Thema „Mathe im Zoo“. Und mit Mathe und ziemlich vielen Zahlen ging es dann auch vor Ort weiter. Den Zoo gibt es schon seit 88 Jahren, das lässt sich leicht errechnen. Ein Strauß erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 70 km/h, ziemlich schnell, leider auch im Vergleich zur Geschwindigkeit des Busses bei der Anreise. Die Anakonda ist 9,50 Meter lang, das ist sehr lang. Von wo nach wo sie ausgestreckt reichen würde, kann man mit dem Meterschritt ungefähr abmessen. Mit dem Zollstock ganz genau überprüft, zeigt sich dann aber, sie ist tatsächlich noch länger. Messen lassen sich auch die Abmessungen eines sehr alten leer stehenden Tiergeheges. Denn damals wurden diese noch rechteckig gebaut. Praktisch zum Berechnen des Umfangs und der Innenfläche, aber heute nicht mehr akzeptabel. Die modernen Gehege sind besser für die Tiere, aber schwieriger auszumessen. Neu ist auch der kürzlich gebaute GorillaGarten. Dort ist ein jüngeres Männchen gerade ausgezogen in einen anderen Bereich. Stress mit dem alten Silberrücken-Männchen. Sowas passiert im Zuge der Pubertät. Mit wie viel Jahren kommt ein Gorilla in die Pubertät? Richtig, mit acht Jahren. Bleibt aber noch die Frage mit dem Kakaobaum, den man im Regenwaldhaus finden kann. Ein Baum kann im Jahr 20-50 Früchte tragen, in jeder Frucht sind ca. 50 Kakaobohnen und die braucht man für die Herstellung einer Tafel Schokolade. Laut Statistik isst jeder Deutsche im Durchschnitt 9 kg Schokolade im Jahr. Also braucht jeder mehr als die Jahresernte eines ganzen Kakaobaums. Hört sich viel an. Und das, wo es immer mehr Probleme mit den Kakaoernten gibt, auch wegen des Klimawandels. Und der Regenwald wird für den Kakaoanbau zerstört. Aber bringt es überhaupt etwas, wenn ein einzelner für den guten Zweck etwas weniger Schokolade isst? Wenn man sich mit allen Kamp-Lintfortern zusammentut, tatsächlich richtig viel!
Die Exkursion zu diesen und vielen anderen Zahlen wurde finanziell unterstützt vom Förderverein.