Jule Gossens, Klasse 10a: „DER GROSSE SCHWARZE VOGEL“

Und plötzlich stirbt eine der wichtigsten Personen in deinem Leben. Wie soll man mit so etwas nur umgehen? Doch genau diese Frage muss sich der vierzehnjährige Ben jetzt stellen. Denn genau darum geht es in dem Roman „DER GROSSE SCHWARZE VOGEL“, geschrieben von Stefanie Höfler.

Das Buch erschien im Juli 2018 als Taschen- und gebundenes Buch, und wurde 2019 für den deutschen Jugendliteratur Preis nominiert. Das Buch ist das dritte der Autorin und sie bezeichnet es selbst als ihr Lieblingsbuch.

Das Buch handelt von dem plötzlichen Tod von Bens Mutter und wie er versucht, damit klarzukommen. Es startet mit der ersten Erinnerung, die Ben an seine Mutter, oder wie er sie nennt, Ma hat. Daraufhin springt Ben, der diese oder seine Geschichte erzählt, in die Gegenwart. Zu dem Tag, an dem seine Mutter stirbt und wie es ihm in der Woche danach ergeht: Wie er zurück in die Schule geht, all die Blicke der Leute auf sich zieht, die Beerdigung, wie er und seine Familie, dass alles verarbeiten und wie er sich an seine Mutter erinnert. Bens kleiner Bruder Karl scheint schon zu verstehen, dass seine Mutter tot ist, verarbeitet alles aber auf seine eigene, kindliche, spielerische Art. Bens Vater, den er liebevoll Pa nennt, kommt hingegen gar nicht mit dem Tod seiner Frau klar, er ist am Boden zerstört und blendet alles um sich herum aus, selbst seine Kinder. Weshalb diese zu ihrer Tante Gerda gehen, welche in der Situation zwar sehr gefasst und ruhig wirkt, sich aber nur zum Wohl der Kinder so verhält. Zwei weitere wichtige Personen für Ben sind sein bester Freund Janus, der ihm mit zur Seite steht und ihn stärkt, und seine Freundin Lina, die ihn gut verstehen kann, da ihr das Thema Tod nicht ganz fremd scheint.

Bei diesem Buch ist mir die Aufteilung der Kapitel sehr aufgefallen. Die Kapitel wechseln immer zwischen der Gegenwart, den Erinnerungen, die Ben an seine Mutter hat, und später dann der Zukunft, wie es ca. 1 Jahr nach dem Tod seiner Mutter aussieht und wie sich alles verändert hat. Diese Aufteilung hat mir sehr gut gefallen, ich finde so ließ sich das Buch sehr gut lesen. Der Titel des Romans findet sich in einem Zitat von Bens Mutter wieder, in welchem sie beschreibt, dass der Tod wie ein großer Vogel ist, der seinen Schatten auf die Welt wirft, und wie manche Menschen von dem Schatten getroffen werden und andere nicht.

Ich persönlich fand das Buch sehr gelungen. Ich war echt von der Geschichte gefesselt und das Buch hat mich zum Nachdenken angeregt. Des Weiteren musste ich nach dem Lesen einiger Kapitel erst einmal innehalten und wirklich diese Situation verarbeiten, weil die Geschichte mich wirklich berührt hat. Ich kann dieses Buch nur weiterempfehlen. Ich denke vor allem für Jugendliche ist es sehr gut, da man wirklich angeregt wird, über dieses Thema nachzudenken und auch dieses ganze Thema nachzuvollziehen. Man kann sich auch sehr gut in Bens Rolle hineinversetzen, da er ja ein ähnliches Alter wie wir hat.

 

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