Konzept: Gesamtschule Kamp-Lintfort als UNESCO-Schule

 

Die UNESCO-Schule  und ihre pädagogische Grundüberzeugung

 

Das Bemühen um ein friedliches Zusammenleben aller Menschen - ungeachtet ihrer Herkunft, ihrer ethnischen Zugehörigkeit, ihres Glaubensbekenntnisses oder ihrer Nationalität - steht im Vordergrund unserer erzieherischen Arbeit.

Unsere Gesamtschule will ein pädagogisches Klima schaffen, in dem sich alle Schülerinnen und Schüler - ungeachtet ihrer Herkunft, Nationalität, ethnischen Zugehörigkeit oder Religion – gut und sicher aufgehoben fühlen.

 

Das friedvolle Zusammenleben von deutschen und ausländischen Menschen, getragen vom gegenseitigen Respekt vor der Eigenart und der Kultur des anderen, ist  ebenso zentrales Anliegen unserer Schule, wie das gemeinsame Lernen unabhängig von sozialem Status und persönlicher Entwicklung.

Dieses Ziel kann jedoch nur dann erreicht werden, wenn alle Bürgerinnen und Bürger dieses Landes sich die elementaren Werte und Aussagen unseres Grundgesetzes zu Eigen machen.

Unter Zugrundelegung der Werte des Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland ist der Respekt vor der Eigenart und der Kultur des Anderen wesentliche Voraussetzung für ein gedeihliches Miteinander.

Seit Sommer 1998 sind wir UNESCO-Projekt-Schule und damit Teil eines Netzwerkes von ca. zweihundert Schulen in Deutschland und über fünftausend weltweit, die sich besonders diesem Leitbild verpflichtet fühlen. Der Status einer UNESCO-Projekt-Schule wird ausgewählten Schulen nach mehrjähriger engagierter und nachhaltiger Mitarbeit im UNESCO-Netzwerk als Anerkennung und Ansporn für besonderes Engagement im Sinne der Ziele der UNESCO verliehen.

Besonders stolz sind wir darauf, dass die UNESCO-Kommission uns im Jahr 2001 den Schulnamen

UNESCO-Schule Kamp-Lintfort

verliehen hat.

Diese Namensgebung ist für uns Ansporn und Verpflichtung zugleich.

 

Was heißt aber UNESCO?

 

UNESCO ist eine englische Abkürzung:

 

UN steht für United Nations, also Vereinte Nationen.

Das ist eine weltumspannende Organisation aller friedens- und freiheitsliebenden Völker;

E steht für Education, also Ausbildung und Schule;

S steht für Science, meint also Wissenschaft;

C steht für Culture, also Kultur;

O bedeutet Organisation

 

Die UNESCO-Schule Kamp-Lintfort nimmt an vielen Aktivitäten des Netzwerkes der UNESCO-Projektschulen teil.

Hier ein Überblick: (ausführliche Beschreibungen einiger dieser Projekte auf der Homepage)

 

A) Internationale Projekttage - Stand Mai 2017

  • UNESCO 2016 Schau hin! Misch dich ein!
  • UNESCO 2014 Welterbe Erde - mach dich stark für VIELFALT!
  • UNESCO 2012/ Hinter dem Tellerrand geht es weiter
  • UNESCO 2010 / Unser Handeln - Unsere Zukunft    
  • UNESCO 08 / Treffen von 20 UNESCO-Projektschulen  zum Thema:           nebeneinander – miteinander – Heimat finden
  • UNESCO 06 / Das etwas andere Sportfest   - Lebenstraum Sport : Fit – Friedlich – Fair für Eine Welt
  • UNESCO 04 / Lebenselexier Wasser   
  • UNESCO 03 / 50 Jahre UNESCO 
  • UNESCO 02 / Kulturen begegnen sich - weltoffen  
  • UNESCO 00 / Nachhaltige Entwicklung – Wege zu einer Kultur des Friedens
  • UNESCO 98 / 50 Jahre Allgemeine Erklärung der Menschenrechte 
  • UNESCO 96 / 10 Jahre nach der Katastrophe von Tschernobyl

 

B) Schulinterne Projekte - Stand Mai 2017

 

  • UNESCO Projekttage 2016 2017 Pausenbrot und Viertelland
  • Als die Kinderrechte fliegen gingen 2016 
  • Als die Kinderrechte fliegen gingen 2016 05
  • UNESCO UNICEF Sammlung für die Tafel 12 2015
  • UNESCO UNICEF Sammlung für Flüchtlinge 2015
  • Über das Projekt Stolpersteine 2015
  • Große UNESCO Schüler treffen kleine UNESCO Schüler 2015 
  • Schüler helfen Leben  - Nikolausverkauf 2014
  • Die Welt beginnt vor deiner Tür  2014
  • Sponsorenlauf 2014  
  • Tschernobylbesuch2014
  • Welterbe Erde  2014
  • Aufstehen gegen Rassismus 2014 
  • Globales Lernen Projektwoche 9 2013
  • UNESCO Weltreise an einem Morgen  2012
  • UNESCO-Weltkindertag in Kamp-Lintfort 2010 
  • 50 Jahre UNESCO
  • Jährlicher Besuch einer Schülergruppe aus Dowsk / Weißrussland / Tschernobylgeschädigtes Gebiet
  • Schulpaketaktionen
  • Trommelkurse
  • Schul- und Sommerfeste
  • Fit in Fair Play
  • Schulobstaktion
  • Schoko-Nikolaus-Verkauf
  • Sponsorenläufe

 

sowie C) gemeinsame Aktionen mit einzelnen Schulen des UNESCO Netzwerkes

 

Neben unserem kontinuierlichen pädagogischen Einsatz im Sinne der UNESCO ist unsere Schule geprägt von den unterschiedlichsten schulprogrammatischen Schwerpunkten, die sich im Laufe der Jahre herausgebildet haben:

So etwa der bilinguale, deutsch-englische Unterricht für sprachbegabte Kinder, das Fach Wirtschaftsenglisch mit den Betriebspraktika in England, die vielfältige Nutzung der neue Medien, der praxisbezogene Technikunterricht, die curriculare Diskussion mit Ausbildungsbetrieben und dem Arbeitskreis „Schule-Wirtschaft“, die vielfältigen Maßnahmen zur Berufswahlorientierung und zur Abschlusssicherung, Programme zur Jungen- und Mädchenförderung, Teilnahme am JUMP-Projekt, Einrichtung einer I-Klasse, eine lernziel- und abschlussorientierte gymnasiale Oberstufe und nicht zuletzt unsere Ordnungspartnerschaft mit der Polizei sind die Eckpunkte unseres Schulprofils.

 

Bildung und Erziehung im geschilderten Sinne sind die Leitziele unserer Schule. Sie spiegeln sich in dem folgenden Leitbild unserer Schule wider:

 

Wir

- die Schulgemeinde der UNESCO-Schule –

fühlen uns dem UNESCO-Leitbild verpflichtet.

 

USKL – Alle respektieren einander.

  • Wir haben ein angstfreies, von gegenseitiger Toleranz  geprägtes Schulklima.
  • Wir haben klare Regeln in der Schulordnung und in den Klassenordnungen für ein solidarisches Miteinander.
  • Wir haben Ansprechpartner in und außerhalb der Schule.

                                                                                                                  

USKL – Alle übernehmen Verantwortung  für EINE WELT.

  •  Wir kümmern uns um schulische, regionale und internationale Projekte.
  •  Wir sind eine internationale, multikulturelle Schulgemeinde.

 

 

USKL – Alle sind Lernende und Lehrende.

  •  Wir alle bilden uns kontinuierlich weiter.
  •  Wir fördern individuelle Interessen, Begabungen und Stärken.
  •  Wir gestalten Lernen abwechslungsreich.

 

 

Das vorliegende Leitbild der UNESCO-Schule ist von der Schulgemeinde gemeinsam erarbeitet und in den Gremien der Schulmitwirkung abgestimmt worden. 

Es soll als Wegbegleiter  unserer täglichen Arbeit und der Schulentwicklung dienen.

 

Die UNESCO-Schule Kamp-Lintfort gehört zu einer Gruppe von UNESCO-Projektschulen

In mehr als 100 Städten verteilt über die gesamte Bundesrepublik findet man sie: die 250 UNESCO-Projektschulen. Sie sind ganz „normale” Schulen, aber mit einer besonderen Schwerpunktsetzung: UNESCO-Projektschulen engagieren sich für eine Kultur des Friedens, für den Schutz der Umwelt, für eine nachhaltige Entwicklung und für einen gerechten Ausgleich zwischen Arm und Reich. Das Schulleben gestalten sie im Sinne des interkulturellen Lernens. Das übergeordnete Bildungsziel der UNESCO-Projektschulen lautet: Zusammenleben lernen in einer pluralistischen Welt in kultureller Vielfalt.  

Ob Grundschule oder berufsbildende Schule, Gymnasium oder progressiver Schulversuch, staatliche Regelschule oder Privatschule – jeder Schultyp des deutschen Bildungssystems ist im Netzwerk der UNESCO-Projektschulen vertreten. Die Aktionen, Projekte und Ideen sind bunt und vielfältig. Die UNESCO-Projektschulen initiieren Partnerschaftsprojekte und internationale Projekttage mit Schulen aus anderen Ländern. Sie führen Seminare, Tagungen und Austauschprogramme durch. 

 

Die Zukunft braucht weltoffene, politisch kompetente und handlungsfähige Menschen mit Gestaltungskompetenz, die bereit sind, sich für zukunftsfähige Lösungen einzusetzen. Schule kann Persönlichkeit stärken, Erfahrungen ermöglichen, Wissen vermitteln und Orientierung geben. Hierzu leisten die UNESCO-Projektschulen einen wichtigen Beitrag.

 

Weltweites Netzwerk

Das weltweite Netzwerk der UNESCO-Projektschulen (UNESCO Associated Schools Project Network) wurde 1953 unter Beteiligung Deutschlands gegründet. Es soll dazu dienen, Friedens- und Demokratieerziehung, Förderung einer Erinnerungskultur, Menschenrechtsbildung, Leben in Vielfalt und Bildung für nachhaltige Entwicklung in Schulprofilen sowie im Alltag und der pädagogischen Arbeit ausgewählter Schulen wirkungsvoll zu verankern.

Weltweit sind über 10.000 Schulen in über 180 Ländern Mitglieder des internationalen Netzwerkes.

Grundsätze für die Mitarbeit im UNESCO-Schulprojekt in Deutschland

Die UNESCO-Projektschulen unterstützen - auf Grundlage der von der 18. Generalkonferenz der UNESCO 1974 angenommenen Empfehlung über die Erziehung zu internationaler Verständigung und Zusammenarbeit - in ihren schulischen und außerschulischen Tätigkeiten aktiv die Ziele der UNESCO. Sie bilden ein grenzüberwindendes Netzwerk von Schulen 

• aller Schulstufen, -arten und -formen

• in allen Bundesländern der Bundesrepublik Deutschland mit Unterstützung der zuständigen Schul- oder Kultusbehörden

• eingebettet in das Associated Schools Project der UNESCO

Eingebunden in dieses Netzwerk orientieren die UNESCO-Projektschulen ihr Schulleben innerhalb und außerhalb des Unterrichts in besonderer Weise an den Ideen der internationalen Verständigung und des interkulturellen Lernens. Sie gehen davon aus, dass ein Verständnis anderer Menschen und Kulturen wünschenswert und möglich ist, dass das Verständnis der eigenen Kultur dadurch wächst und dass eine lebenswerte Zukunft in einer friedlichen Welt durch gemeinsames Handeln erreicht werden kann.

UNESCO-Projektschulen sind offene Schulen; sie sind offen für neue Ideen und vernachlässigte Themen. Sie nehmen innovative Impulse von SchülerInnen, LehrerInnen und Eltern auf. Darüber hinaus kooperieren sie nach Möglichkeit mit anderen Schulen und Bildungseinrichtungen, mit Kommunen und interessierten Personen oder Organisatoren in der Region.

Ihr schulspezifisches Profil entwickeln UNESCO-Projektschulen dadurch, dass sie die großen Anliegen der Vereinten Nationen mit ihren Mitteln fördern und unterstützen. Im Bewusstsein der EINEN WELT setzen sie sich ein für eine KULTUR DES FRIEDENS.

• Menschenrechte für alle verwirklichen Umwelt schützen und bewahren

• Anderssein der Anderen akzeptieren

• Armut und Elend bekämpfen

Dazu entfalten UNESCO-Projektschulen lokale Aktivitäten nach dem Grundsatz »Global denken - lokal handeln«. Sie eröffnen in Ergänzung und Erweiterung des regulären Unterrichts Erlebnis- und Erfahrungsräume und entwickeln Handlungskonzepte im Sinne der genannten Zielsetzungen.