UNESCO-Schüler treffen sich mit Kindern aus Dowsk

 

UNESCO-Schüler aus den Klassen 6c, 8a und des 12. Jahrgangs treffen sich mit Kindern aus Dowsk („Tschernobylgebiet“)

Vor 32 Jahren – am 26. April 1986 – zerstörten zwei Explosionen Dach und Kern von Reaktor 4 im Atomkraftwerk Tschernobyl. 190 000 Kilo hochradioaktives Material befand sich zu dem Zeitpunkt im Reaktor. Die Strahlungskraft, die durch die Explosion freigesetzt wurde, war 200 Mal so stark wie die Atombomben von Hiroshima und Nagasaki zusammen.

Der Wind verbreitete die radioaktive Wolke von Tschernobyl aus über weite Teile der Sowjetunion sowie Europas. Die Folgen für Mensch und Umwelt waren gewaltig. 400 000 Menschen mussten ihre Heimat verlassen.

Traditionell besuchen seit 1994 Schülerinnen und Schülern aus Dowsk („Tschernobylgebiet“) mit ihren Lehrern die UNESCO-Schule. Dieses Mal waren zwölf Kinder im Alter von 9 bis 17 Jahren zu Gast.

UNESCO-Schüler aus den Klassen 6c, 8a und des 12. Jahrgangs hatten zu dieser traditionellen Begegnung eingeladen.

Nach der Begrüßung und der Übergabe kleiner Geschenke mussten erst mal alle Kinder ihre Namen in lateinischen und kyrillischen Buchstaben auf Kreppband aufschreiben und am T-Shirt anheften. So konnten sich alle mit ihren Vornamen ansprechen. Das war für das nächste Spiel wichtig, in dem sich die Schüler Bälle auf Namensruf zuwarfen. Dabei musste eine festgelegte Reihenfolge eingehalten werden und kein Ball durfte den Boden berühren. Nachdem dies erfolgreich geschafft war, gingen die UNESCO-Schüler mit ihren weißrussischen Gästen gemeinsam zum Freibad Pappelsee. Bei tollem Wetter gab es viel Spaß beim Spiel im Wasser, auf der Rutsche und dem Sprungturm. Als Stärkung hatte, wie jedes Jahr, die Firma Linnartz das Essen spendiert. Diesmal gab es türkische Pizza.

„Dies war ein toller Tag mit unseren deutschen Freunden und eine echte Erholung“ war der freudige Kommentar von Sergej Shaminski, der begleitende Lehrer aus Dowsk. Nach dem Mittagessen hieß es dann auch schon wieder Abschied nehmen – ein schöner und abwechslungsreicher Besuch ging zu Ende.

 

Bild: UNESCO-Schüler aus den Klassen 6c, 8a und des 12. Jahrgangs treffen sich mit Kindern aus Dowsk („Tschernobylgebiet“)

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