Winterfestival an der UNESCO-Schule

Schüler der Akrobatik-AG zeigen ihr Können

„Saallicht aus, Vorhang auf!“ hieß es in der Stadthalle von Kamp-Lintfort. Eingeladen hatte, wie jedes Jahr, die UNESCO-Schule zum diesjährigen Winterfestival 2017. Schüler von der 5. bis zur 12. Klasse zeigten die Vielfalt der Bühnenkultur ihrer Gesamtschule. An zwei Abenden präsentierten die jungen Künstler Darbietungen aus Theater, Musik, Tanz und Akrobatik.

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Eröffnet wurde der Abend von den „Kleinen“. Die Schüler der 6f hatten mit ihrer Lehrerin Karin Larsen das Stück „Christmas in the old man´s hat“ eingeübt. Am folgenden Tag zeigte die 5f ihr Können. Los ging es mit dem bekannten Wiegenlied „Joseph, lieber Joseph mein, hilf mir wiegen das Kindelein“ und im Anschluss das italienische Lied „Dormi, dormi, bel bambini.“ David Janosi traute sich mit seinen 11 Jahren alleine ans Mikrofon und bezauberte das Publikum mit seiner klaren Stimme.

 

Ein Großteil  des Programms wurde von den zahlreichen Arbeitsgemeinschaften  und den Darstellen- und Gestalten-Kursen der Jahrgänge 6 bis 10 bestritten. Sie hatten sich für das Winterfest mit ganz unterschiedlichen Themen auseinandergesetzt und diese selbst interpretiert. Beeindruckend die Kinder der UNICEF-AG von Petra König, die zu dem Kinderbuch „Mittendrin in Afrika“ ein Hörspiel aufgenommen und dazu kleine Szenen einstudiert hatten.

Das junge JUMP-Ensemble bei ihrem ersten Auftritt vor großem Publikum.

Dazwischen ein musikalischer Auftritt der Cajon-AG von Detlef Lichtrauter und die Premiere  des Ensembles der Jump-Musiker, die mit ihren unterschiedlichen Instrumenten und dem Song „Full Moon“ eine Winternacht interpretierten. Vermutlich dachten alle im Saal das gleiche: „Wahnsinn, wie toll die schon nach nur ein paar Monaten Instrumentalunterricht zusammenspielen können!“

Besinnlich ging es mit einem Gedicht weiter. Einige Schüler der 6c hatten mit ihrer Lehrerin Petra Breuker die Verse der „Zehn kleinen Winterlichter“ eingeübt. Dieses in seinem Ursprung bekannte Kindergedicht machte kurz und prägnant deutlich, wohin Egoismus, Neid und Streit führen können.

 Schüler des Darstellen und Gestalten Kurses des 9. Jahrgangs zeigen das Stück „Der Dieb in der Kirche“.

„Der Dieb in der Kirche“ – so hieß das Theaterstück des Darstellen und Gestalten Kurses des 9. Jahrgangs unter der Leitung von Falk Brinkmann und Jan Lengkeit. In Anlehnung an eine Geschichte der Jugendbuchautorin Barbara Peters zeigten die Schüler in tollen Kostümen anschaulich, wohin Vorurteile und gebrochene Regeln führen können.

Für Spannung sorgte die Akrobatik-AG unter der Leitung von Sportlehrerin Ursula Mayer. Radschlag, Handstandüberschlag oder Flickflack  wurden von kleinen und größeren Schülern schon in Perfektion und beeindruckender Dynamik vorgeführt. Herausragend Sahraa Dokhi aus der 6e. Sie gehört nicht nur zu den besten Vorlesern der Schule, sondern begeisterte das Publikum auch mit ihrem turnerischen Talent.

Auch die Musikkurse der 12. Jahrgänge sind ein fester Bestandteil der UNESCO-Konzerte. Beide Kurse hatten dieses Jahr die Songs  „Hallellujah“ und „Sowieso“ im Unterricht instrumental und im Chor erarbeitet. Die Oberstufenschüler luden noch eine siebte Klasse ein, mit auf die Bühne zu kommen, und so erschall das Lied aus 80 Kehlen.  "Ein schönes Beispiel", so Schulleiter Rasfeld, "für den Zusammenhalt an unserer UNESCO-Schule."

Die Schüler des Literaturkurses präsentieren das neue Kamp-Lintfort aus der Perspektive des  Wilden Westens.

Der Literatur-Kurs des 12. Jahrgangs inszenierte Szenen rund um das Thema der Besiedlungsgeschichte von Kamp-Lintfort. Die erste erfolgte im Mittelalter mit den Mönchen, die das Kloster Kamp auf sumpfigem Land errichtete. Ein paar Jahrhunderte später kam es zu den Zechenbesiedelungen. Jetzt kommt  die Landesgartenschau nach Kamp-Lintfort! Die Schüler des Literaturkurses zeigten das neue Kamp-Lintfort aus der Perspektive des  Wilden Westens, in dem jeder ein Stück Land  der LAGA haben möchte. Wie bei einem Filmtrailer  wurde das Thema der kommenden Theateraufführung 2018 angedeutet, ohne dass allzu viel verraten wurde. „Auf jeden Fall bekommt man Lust auf mehr“, so Schulleiter Jürgen Rasfeld, „ich freue mich schon auf die Aufführung des Literaturkurses am 22. Juni  2018.“

Sicherlich auch ein Highlight des Abends war der Auftritt der Musikgruppe „L-Boys“ unter der Leitung von Musiklehrer Falk Brinkmann. Das Bläserensemble trug gekonnt zwei Musikstücke aus den 60-ziger Jahren vor: „Peter Gunn Theme“ und „Watermelon Man“.

Der Darstellen-Gestalten Kurs des 10. Jahrgangs demonstriert die Tanzrichtung  „Tutting“.

Der Darstellen-Gestalten Kurs des 10. Jahrgangs von Mara Kottke und Detlef Lichrauter  hatte sich in diesem Jahr  einem tänzerischen Thema gewidmet. „Tutting“ hieß der Arbeitstitel ihres Projektes. Diese Tanzrichtung imitiert die Darstellung von Menschen aus den ägyptischen Hieroglyphen. In ihrer perfekt einstudierten Choreographie bewegten die Schüler ihre Arme und Hände ausschließlich in rechtwinkligen Formen zum Rhythmus der Musik.

Der Höhepunkt des diesjährigen Winterfestivals war sicherlich der Auftritt der „Erasmus-Schüler“. Jugendliche aus fünf Nationen waren eine Woche Gäste der UNESCO-Schule und hatten sich in Workshops den Themenfeldern „Kulturelle Barrieren überwinden – Vorurteile abbauen“ gewidmet. „Wie könnte das besser gelingen als mit Musik und Tanz!“, stellte Barbara Sterzenbach fest, die nicht nur durch das Programm führte, sondern auch inhaltlich für das Winterfestival Verantwortung trug. Schüler aus fünf Nationen zeigten einen türkischen Hochzeitstanz, musikalisch unterstützt durch ein europäisches Cajon-Ensemble. Zu guter Letzt  trat der italienische Gastschüler Afortunato auf. Mit seiner tollen Stimme, seiner Konzertgitarre und vier jungen Italienerinnen im Background begeisterte er Jung und Alt im Kamp-Lintforter Theatersaal.

 

 

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