Missio-Truck: „Menschen auf der Flucht. Weltweit.“

Fliehen müssen stellt das Leben auf den Kopf und zieht dir den Boden unter den Füßen weg.“

Der Missio-Truck des katholischen Hilfswerks „missio“ machte vom 20.-22.9.17 Station auf dem Schulhof zwischen der UNESCO-Schule und dem Georg-Forster-Gymnasium.

Laut UN sind derzeit 65 Millionen Menschen weltweit auf der Flucht. Sie fliehen vor Verfolgung, Menschenrechtsverletzungen, Krieg, Trockenheit, Perspektivlosigkeit und Hunger.

Besonders gravierend ist die Situation für die Menschen in Syrien und im Südsudan. Geflüchtete Kinder gehören nun auch zu unserem Schulalltag. Am Beispiel von Bürgerkriegsflüchtlingen im Ostkongo wurden die Schüler/innen des 9. Jahrgangs beider Schulen und des Projektkurses „Migration“ des 12. Jahrgangs der UNESCO-Schule durch die multimediale Ausstellung im Missio-Truck für die Ausnahmesituation einer Flucht sensibilisiert.

Auch Handlungsoptionen kirchlicher Partner in den betroffenen Regionen wurden  aufgezeigt: Empowerment, Traumaarbeit und Eingliederung in die Gesellschaft. Es geht darum, dass die geflüchteten Menschen auch in schwierigen Situationen ihre Würde bewahren können.

Die mobile Ausstellung „Menschen auf der Flucht“ ist in einen LKW eingebaut. Es gibt sechs thematisch gestaltete Räume. Die Schüler/innen versetzten sich beispielhaft in die Lage eines Menschen aus der Stadt Bukavu, der fliehen muss. Die Biografie dieses Menschen ist auf einer Karte nachzulesen, die mit einem QR- Code ausgestattet ist und die Jugendlichen durch die verschiedenen Stationen beispielhafter Fluchtwege geleitet.

Zunächst wird auf dem Marktplatz der Stadt ein Überfall simuliert, schnell muss die Entscheidung zu fliehen getroffen werden und vor allem auch, was nehme ich mit.  Weiter geht es in einem überfüllten LKW und schließlich befindet sich der Flüchtling in einer fremden Stadt.

Die Jugendlichen waren sehr beeindruckt und das Schicksal der einzelnen Menschen ging ihnen sehr nahe.

Gebucht werden kann der Truck über das Bistum Münster, Aktion Schutzengel. Initiiert wurde der Einsatz des Missio-Trucks durch den „Runden Tisch für Flüchtlinge Kamp-Lintfort.“

Organisiert haben wir, W. Geßner, stellvertretender Schulleiter des Georg-Forster Gymnasiums und P. König, Lehrerin an der UNESCO-Schule, die Buchung mit Hilfe von Frau Buttgereit, Soziale Dienste und Beratungsangebote der Stadt Kamp-Lintfort.

Finanziert wurde das Projekt vom Jugendamt der Stadt.

Herzlichen Dank!