Selfies mit einem Neanderthaler

UNESCO-Schüler besuchen das Neanderthalmuseum in Mettmann

UNESCO-Schüler machen ein Selfie mit einem Neanderthaler im Museum in Mettmann

Na, hätten sie den netten Herrn in der Mitte direkt als Neanderthaler identifiziert? Wahrscheinlich nicht  -  und das liegt daran, dass wir noch immer eine ganze Menge Erbgut unser Vor-, Vor-, Vor- … Vorfahren in uns tragen.

Das und noch viel mehr über das Leben der Steinzeitmenschen erfuhren die Schülerinnen und Schüler der Klassen 5b und 5c der UNESCO-Schule bei ihre Exkursion zum Neanderthalmuseum.

Bei einer sehr unterhaltsamen Führung wurde klar, wie die Neanderthaler lebten und  welche Werkzeuge sie benutzten. Man ist sich inzwischen sicher, dass sie bereits eine Sprache entwickelt hatten, da es ansonsten unmöglich gewesen wäre, ihre komplexen Fähigkeiten und Tätigkeiten an die nachfolgenden Generationen weiter zu geben.

Zahlreiche, sehr ausführliche Informationstafeln und einige Videoinstallationen sind in die Ausstellung integriert. Mit Hilfe von lebensgroßen Rekonstruktionen von Neanderthalern und anderen Vormenschen wird versucht, ein anschauliches Bild vom Aussehen dieser frühen Verwandten des anatomisch modernen Menschen zu vermitteln.

Beim Besuch in der Steinzeitwerkstatt wurden von den Schülern Steinzeitmesser hergestellt, deren Klinge aus Feuerstein und deren Griff aus Balsaholz bestand. Beide Teile wurden mit einem Kleber verbunden, der dem in der Steinzeit gebräuchlichen Birkenpech nachempfunden wurde.

Klassenlehrerin Petra Breuker: „Es war ein sehr lehrreicher und interessanter Tag – eine Exkursion ins Neanderthalmuseum lohnt sich als Bereicherung des Unterrichts in jedem Fall.“

Das Neanderthalmuseum in Mettmann zählt zu den modernsten Museen Europas. Es erzählt die Geschichte der Menschheit von den Anfängen in den afrikanischen Savannen vor mehr als vier Millionen Jahren bis in die Gegenwart.