30 Jahre Tschernobyl – bis heute eine Katastrophe

Eine Ausstellung an der UNESCO-Schule erinnert an den Atom-GAU

 

Bilddokumente zur Erinnerung an den atomaren Super-GAU

Vor 30 Jahren – am 26. April 1986 – zerstörten zwei Explosionen Dach und Kern von Reaktor 4 im Atomkraftwerk Tschernobyl. 190 000 Kilo hochradioaktives Material befand sich zu dem Zeitpunkt im Reaktor. Die Strahlungskraft, die durch die Explosion freigesetzt wurde, war 200 Mal so stark wie die Atombomben von Hiroshima und Nagasaki zusammen. Der Wind verbreitete die radioaktive Wolke von Tschernobyl aus über weite Teile der Sowjetunion sowie Europas.

Die Folgen für Mensch und Umwelt waren gewaltig. 400 000 Menschen mussten ihre Heimat verlassen. 8,3 Millionen Menschen lebten plötzlich in kontaminierten Gebieten. Die Zahl an erkrankten Menschen in der Sowjetunion aber auch in Europa stieg in den nächsten Jahren stark an. Bis heute sind die Auswirkungen der Katastrophe auf die Gesundheit von Mensch und Umwelt nachweisbar.

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Aus diesem Grunde gestalteten Schülerinnen und Schüler der UNESCO-Schule eine Ausstellung in der Cafeteria der Schule, bei der die Katastrophe, aber auch die Energiegewinnung im Allgemeinen in den Blick genommen wurde. Viele Klassen und Lehrer besuchten an drei Tagen im Unterricht die Ausstellung und auch Eltern hatten am Elternsprechtag Gelegenheit, sich mit diesem immer noch aktuellen Thema auseinander zu setzen.

Darstellungen von alternativen Energiegewinnung

Schulleiter Jürgen Rasfeld bedankte sich bei den NW-Schülern und ihrer Lehrerin Petra Breuker für die eindrucksvolle Dokumentation: „Bis heute kämpfen die Menschen vor Ort mit den Folgen des Atomunfalls von damals. Die Bewältigung der Folgen ist eine Mammutaufgabe.“ Und Petra Breuker ergänzt: „Auch 30 Jahre nach Tschernobyl ist die Lage keineswegs unter Kontrolle. Ich halte es für wichtig, wenn man durch die Ausstellung deutlich machen kann, dass es erfolgreiche und ökonomisch sinnvolle Alternativen gibt." 

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