Einweihung der Färbergarten-Hütte an der UNESCO-Schule

Mustafa Akcesme und Peter Kirchel, fleißige Schulhelfer, sind stolz: Ein Berg mit 276 Holzteilen war Ende November mit einem Lastwagen angeliefert worden. Aus diesem Haufen haben die beiden Männer bis Mitte Februar eine hübsche Hütte zusammengebaut. Das kleine Holzhaus wird den Schülerinnen und Schülern der Färbergarten-Arbeitsgemeinschaft als Raum für ihre Aktivitäten an der UNESCO-Schule dienen.Die Schlüssel wurden am 17. Februar im Rahmen einer kleinen Feier den Lehrern Kirsten Matthes, Ulrike Spikker und Jörg Grütjen überreicht.

Die Schlüsselübergabe mit Lehrerin Ulrike Spikker, Schulleiter Jürgen Rasfeld und Schulhelfer Mustafa Akcesme

Auch Schulleiter Jürgen Rasfeld ist zufrieden. Ihm und der didaktischen Leiterin Sabine Kliemann ist es aber wichtig zu betonen: „Wir danken für die Fördermittel der Stiftung der Sparkasse Duisburg „Kinder und Jugend in Kamp-Lintfort“.“ Ohne die Unterstützung der Stiftung und des Fördervereins der UNESCO-Schule hätte die Hütte nicht finanziert werden können.

Färberhütte und Helfer trotzen den Stürmen

Die Schulhelfer Mustafa Akcesme und Peter Kirchel mit der Garten-AG der UNESCO-Schule

Die beiden Schulhelfer haben die Färberhütte in gut zwei Monaten trotz Winterstürmen aus 1236 Einzelelementen montiert: 276 Balken, Bretter, Latten und Leisten und zwei vormontierte Türelemente mussten jeweils zweimal lackiert werden. 674 Schrauben und 324 Nägel halten die Konstruktion zusammen; diese mussten aber alle auch an den jeweils genau richtigen Stellen eingedreht oder eingeschlagen werden. Dabei half eine etwa 30-seitige Bauanleitung, um das Holzhaus, Modell „Calais“, zu errichten. Das Häuschen ist über 220 cm hoch und steht auf einer Grundfläche von sechs mal drei Metern. Amelie lobt, dass sich die Mühen gelohnt haben: „Die Hütte ist sehr schön.“

Während des Aufbaus

Für Material-Nachschub, Kaffee und gute Laune hat immer wieder Kunst-Lehrerin Ulrike Spikker gesorgt. Auch die Kinder der Färbergarten-AG haben natürlich geholfen: Sie haben fast alle die in einem Schulkeller lackierten Bretter und Balken zu ihrem Garten getragen. Und deshalb meint Luke bei der Eröffnungsfeier: „Wir haben uns sehr über die Hütte gefreut.“

Zukunftspläne

Für die Zukunft gibt es noch einige Pläne, den Färbergarten vor der „Glück Auf-Halle 1“ weiter zu gestalten. Joel schlägt vor: „Wir können hier Farben herstellen.“ Anfang März wurden zwei Hochbeete zusammengebaut, die noch bepflanzt werden müssen. Der Schatzmeister des Schul-Fördervereins, Dominik Schütz, hilft, dass eine Hainbuchenhecke mit 40 Pflanzen demnächst den Garten vor Wind schützen wird. Weiterhin wird eine Kräuterspirale gebaut. Diese wird dann hoffentlich von Bienen eifrig als „Nektartankstelle“ angeflogen werden. Denn die Kräuterspirale wird bald Mittelpunkt eines Gartens von immerhin ca. 260 Quadratmetern sein.

Außerdem kümmert sich Biologie-Lehrerin Kirsten Matthes in Zusammenarbeit mit der Mediathek um die Gestaltung einer speziellen Handy-App. Diese App wird spielerisch per Wort, Bild, Ton und interaktiven Quiz-Elementen den Garten an der UNESCO-Schule vorstellen. Dafür haben die Schülerinnen und Schüler der AG schon eifrig Fragen gesammelt und digital in die inzwischen als kultig geltende Biparcours-Software eingetippt.

Ein Projekt der Landesgartenschau

Die Gestaltung des Gartens an der UNESCO-Schule ist auch ein Projekt der Landesgartenschau 2020 in Kamp-Lintfort: Unter dem Namen „Sevengardens“ unterstützt der Künstler Peter Reichenbach Aktivitäten, die alle auf die Herstellung von Farbstoffen mit biologisch-natürlichen Mitteln zielen. Ein Netzwerk trifft sich dafür alle sechs Wochen. Zu Beginn der Gartenschau wird eine Broschüre erscheinen, in der die Projekte von „Sevengardens“ in Kamp-Lintfort vorgestellt werden. Die Teilnahme an Aktivitäten der Landesgartenschau, den „Tagen der offenen Gärten“ (20. und 21. Juni) und der „Extraschicht“-Nacht (27. Juni) sind fest im Terminplan der Betreuer des Schulgartens eingetragen.

Ilmas Fazit zur neuen Hütte im Färber-Garten der UNESCO-Schule lautet: „Ich liebe die Hütte. Vielen Dank für die Hilfe. Wir werden sehr viel Spaß mit ihr haben.“

 

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