Abitur-Abschluss-Feier 2014

Bilder von der Abitur-Abschlussfeier und einen Auszug aus der Rede des Schulleiters gibt es hier!

 

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 Hier ein Auszug aus der Rede des Schulleiters Herrn Rasfeld:

Ich heiße Sie alle recht herzlich zum Abiturball 2014 der UNESCO-Schule Kamp-Lintfort willkommen.

  • Besonders begrüßen möchte ich – als Vertreter der Stadt – unseren BGM, Herrn Prof. Dr. Christoph Landscheidt. Herzlich willkommen!
  • Ich freue mich sehr, dass auch der Gründungsdirektor der UNESCO-Schule, Herr Walter Zoller heute unser Gast ist. Vielen Dank für deinen Besuch, lieber Walter.
  • Ein herzliches Willkommen geht auch an den Schulleiter unserer Nachbarschule -  Herrn Winzen vom Georg Forster Gymnasiums.

Am Anfang  aber erst einmal das Wichtigste: ich möchte Sie, liebe Abiturientinnen und Abiturienten, herzlich zum bestandenen Abitur beglückwünschen. Nicht vergessen möchte ich an dieser Stelle auch an  alle direkt und indirekt Beteiligten.

Die Eltern, denen sie weit mehr als Ihre biologische Existenz zu verdanken haben,


die Kolleginnen und Kollegen, die an den richtigen Stelle das Richtige getan und gesagt haben

und natürlich die Abiturienten selbst, die neben Nervenstärke auch ein beeindruckendes und breites Wissen unter Beweis stellten.

Sie alle haben Ihren Teil dazu beigesteuert, dass am Ende dieser Erfolg zu verzeichnen ist  und wir hier das Zeugnis der Reife überreichen können.

Dabei kann sich das (Abitur-)Ergebnis sehen lassen: 71 SuS werden zu den Abiturpüfungen zugelassen

v  58 Schülerinnen und Schüler bestehen das Abitur auf Anhieb

v  8 Schülerinnen und Schüler bestehen das Abitur mit Abweichprüfungen

v  8 Schülerinnen und Schüler "über-" und bestehen sogenannte Bestehensprüfungen

v  4 Schülerinnen und Schüler bestehen das Abitur nicht – sie verlassen mit der FHR 12 die UNESCO-Schule

v  1 Schülerinn kann das Abitur krankheitsbedingt noch nicht abschließen – und

4 Schülerinnen und Schüler erreichen einen Einser-Durchschnitt

Der Unterricht liegt nun hinter Ihnen, liebe Abiturientinnen und Abiturienten, das Abi ist abgeschlossen, die Schule beendet. Ist nun alles vorbei - Ende gut, alles gut?

Ich denke nein. Sie bekommen heute Ihr zwar Abiturzeugnis ausgehändigt, aber das bedeutet alles andere als ein Ende, vielmehr ein neuer, ein weiterer Anfang steht Ihnen bevor - Sie selbst mögen sich an die allerersten Anfänge gar nicht mehr so richtig erinnern können, an Ihre Einschulung zum Beispiel.

Für Ihre Eltern ist das vermutlich anders: Kaum sind die Kleinen drin in der Schule, sind sie auch schon wieder draußen. Irrsinnig schnell ist die Zeit vergangen - mindestens aus der Elternperspektive. Für Sie, die Kinder, die Sie immer Kinder  bleiben werden, könnte man vielleicht eher sagen, jetzt geht es erst richtig los.

Noch dürfen Sie sicher Ihren Eltern dankbar sein, wenn sie Ihre weitere Ausbildung unterstützen. Aber jetzt  ist doch, denke ich, zunehmend Selbstverantwortung gefragt - Verantwortung zu übernehmen für die eigene Zukunft.
Ich weiß, dass in Ihrer Generation eine große Kreativität herrscht, dass viele von Ihnen voller  Ideen sind und unkonventionell denken können. Sie haben gelernt, einsam, aber auch gemeinsam zu arbeiten.  Sie haben das selbständige Denken und Lernen gelernt und werden es in zahlreichen  Facetten einsetzen können. Sie sind die Zukunft der Gesellschaft. Sie werden Häuser und Straßen bauen. Sie werden Bücher schreiben, Bilder malen und Theater spielen. Sie werden sich (hoffentlich) in Vereinen, Verbänden und Parteien engagieren. Sie werden die Politik dieses Landes mitgestalten  und deshalb - bei aller Politikverdrossenheit und bei so manchen Zukunftsängsten, die man Ihnen nachsagt - eine politische Generation sein.

… Deshalb  möchte ich dafür plädieren: Lassen Sie sich von Ihrer Neugier leiten, von der Lust auf Erkenntnis, auch wenn der unmittelbare Zweck gerade nicht ersichtlich ist; lassen Sie sich frischen Wind um die Nase wehen, pflegen sie persönliche Kontakte und Freundschaften.

… George Orwell schrieb dazu schon vor  über 60 Jahren:
„ Die Zeit vergeht nicht schneller als früher, aber wir laufen eiliger an ihr vorbei. Wir beschließen, uns rascher zu verbrauchen. Wir steigern das Lebenstempo, bis die Menschen mit dreißig  schon senil sind.“
Sicher, der Leistungsbegriff ist positiv besetzt. Aber Leistung erschöpft sich nicht nur im Punktesammeln, in Schnelligkeit oder in der Erhöhung des Kontostandes bei der Bank. Es gilt auch zu bedenken, dass sich Lebensqualität nicht ausschließlich, nach Wohlstand bemisst. Es gibt auch ein Leben jenseits von Konto und Karriere.

… Ihnen, liebe Abiturientinnen und Abiturienten, alles Gute auf Ihrem weiteren Weg, auf dass Sie wohlüberlegt die richtigen Entscheidungen treffen, sich nicht hetzen lassen, dazu eine Portion Glück haben, und sich Ihre Wünsche und Träume möglichst erfüllen. Erfüllung im Leben zu finden ist keine Frage der optimalen Wahl unter unendlichen Optionen.

Gehen Sie vorwärts und aufwärts. Lernen Sie Ihr Leben lang weiter mit Lust und Spaß, verlieren Sie dabei nicht Ihren Humor. Nehmen sie die Haltung des Suchenden ein, nicht des Wählenden – allen Verführungen der Konsumgesellschaft zum Trotz.

Liebe Abiturientinnen und Abiturienten: Bleiben Sie uns -  der USKL -  noch lange verbunden.