Viele Talente – und eine Botschaft / Winterfestival 2019

von Alexander Florie-Albrecht  (Rheinische Post, 12.12.2019)

Bilder: UNESCO-Schule

Das Winterfestival der Unesco-Gesamtschule Kamp-Lintfort bot in der Stadthalle tolle Musik, Tanz und klug durchdachte künstlerische Darbietungen. Die Schüler zeigten, wie viel Kreativität in ihnen steckt.

Sowohl im Saal der Stadthalle als auch hinter den Kulissen herrschte bei den Schülern der Unesco-Schule eine Mischung aus Lampenfieber und Lässigkeit. „Ich bin schon mal auf der Bühne gewesen – aber man hat immer noch Angst vorm Versprechen“, meinte der 13-jährige Koius aus der 8b vor Beginn des Spektakels. Seine Lehrerin Katharina Struve zeigte sich genauso gespannt, wie gut sich die Schüler, die an den Darbietungen seit den Sommerferien gearbeitet hatte, schlagen würden. „Das ist ja auch deren Hauptfach „Darstellen und gestalten“, erläuterte die Pädagogin.

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Zum Einstieg ins große Winterfestival durften die Kinder der Klassen 5c, 5d und 5e ran. Sie boten den Winterkanon „Schaut nur, es ist Winter. Draußen ist es kalt“. Aufgeregt verfolgte Hatice Dozgon den Auftritt. „Da vorne, die dritte von links, das ist meine Tochter Elisa“, sah man Mutter und Tochter den Stolz gleichermaßen an.

Eine Festival-Tradition an der Unesco-Schule

250 Schüler Schulleiter Jürgen Rasfeld freut sich, dass die seit 15 Jahren bestehende Tradition fortgesetzt werden konnte. „Letztes Jahr hatten wir wegen der Sanierung der Stadthalle eine Auszeit.“ Etwa 250 Schüler beteiligten sich an den beiden Aufführungen.

Danach stellten die DG-Kurse der Klassen 7 bis 10 in unterschiedlicher Form die „vier Elemente“ Erde, Feuer Luft und Wasser dar. „Wir sind als Unesco-Schule gehalten, uns an die Ziele der Vereinten Nationen zu binden“, unterstrich Moderatorin Barbara Sterzenbach die Idee der Darstellung. „Und wir wissen, dass kein menschliches Leben ohne die Anziehungskraft der Erde, die Luft, das Wasser, das Feuer und die Sonne möglich ist“, sagte sie. „Angesichts „des verheerenden Zustands der Welt erscheint es uns umso wichtig, bewusst zu machen, dass wir und die nachfolgenden Generationen achtsam mit unsere Ressourcen umgehen müssen.“

Und so schufen die Schüler des Jahrgangs 7 in einem „Menschenschattenspiel“ zum Thema Erde faszinierende Bilder von Bäume, aus dem Boden wachsenden Blumen, von Bergen, vom Wasser mit zwei Paaren, die zu „Singing in the rain“ tanzten und sich in hellem Gelb zu „Here comes the sun“ bewegten.

Der Zehner-Jahrgang überzeugte mit einer spannend choreographierten Lichterdarbietung, die das Feuer symbolisierte. Der DG-Jahrgang 8 hatte zum Thema „Luft“ und den dazu bekannten Sprüchen verschiedene Szenen einstudiert. Bei der Szene „Jemanden wie Luft behandeln“ taten drei Schüler genau das gegenüber einem telefonierenden Mädchen. Und bei „Nur heiße Luft“ schwärmte ein Junge gegenüber einem Mädchen von dem Kunstwerk eines „großen Künstlers“ – bis herauskommt, dass das Bild eine Fünfjährige gemalt hat.

Beeindruckend geriet der Vortrag der Neuner-Schüler. Sie gestalteten zu sphärischer Musik eine Wasserlandschaft mit Wellen, Tieren und Pflanzen, die nach und nach von Mülltüten, Milchpackungen, Twix-Papier und Schleppnetzen bedroht wird – und schließlich stirbt.

Nach der Pause wurde es dann musikalisch: der Zwölfer-Musikkurs von Helga Dylla sang „All you need is love“ der Beatles. Für großes Gelächter sorgte die „L-Boys“-Band von Brinkmann, die als „L-Girls“ mit Kleid und Perücke den „C-Jam-Blues“ von Duke Ellington darboten.

 

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