Der Herbst von seiner schönsten Seite

 Kamp-Lintfort, 26.11.2009

 

Kamp-Lintfort. Schülerinnen und Schüler der Unesco-Schule beschrieben in ihrer Deutsch-Klausuren ein Herbstbild von NRZ/WAZ-Ftograf Volker Herold. Wir bringen Auszüge aus ihren Arbeiten.

 

Ich gehe in meinem Lieblingspark spazieren. Die Morgenluft macht mich total glücklich. Der Wind spielt mit den Blättern, die noch vereinzelt an den Bäumen hängen, und es hört sich wie Musik an. Die Grashalme biegen sich in Richtung Wind, als ob sie mit ihm fliegen wollen. Ich laufe nun an einem ziemlich dicken Baum vorbei. Der Stamm ist so dunkelbraun wie Schokolade. Die Blätter, in der Baumkrone, leuchten um die Wette. Von gelb bis kirschrot. Was für ein wunderbarer Anblick!

An einem Baum steht eine Bank. Komisch. Die Blätter an diesem Baum sind total anders. Viel heller. Auf meinem Rundgang kommen mir zwei ältere Leute entgegen. Ein Mann und eine Frau. Das ist bestimmt ein altes Ehepaar.

Svenja Werner (Klasse 8f)

 

Es ist ein wunderbarer Herbsttag, und ich sitze im Park auf einer Bank. Sie fühlt sich sehr kalt an. Mein Blick fällt auf eine hübsche bunte Baumkrone, unter der ich sitze. Auf dem Boden kriechen die Blätter in vielen bunten Farben. Der Wind fegt die letzten Blätter von den Bäumen. Das Gras schwingt ruhig und gleichmäßig im Wind. Es ist so nebelig wie im Badezimmer nach einem heißen Bad. Die Leute spazieren an mir vorbei und genießen die unbeschreiblich schöne Natur. Die Wolkenmauern lockern sich am Himmel langsam auf und lassen eine späte Sommersonne herausstrahlen. Ich habe das Gefühl, ich wäre in einer Traumlandschaft umgeben von unberührter Natur.

Alisa Aljic 8e

 

 
 
 
Schüler der UNESCO Gesamtschule in Kamp-Lintfort beschreiben ein Bild von Redakteur Volker Herold im Deutschunterricht. Das Foto entstand am Donnerstag, 26.11.2009 mit Schülern der Klassen 8 E, F und A im Klassenraum der Schule Foto: Ulla Michels / WAZ FotoPool
 

Es ist ein wunderschöner Herbsttag, und ich laufe durch eine kleine stille Waldlandschaft, hier höre ich, wie die Natur aufatmet. Ich gelange auf eine große grüne Wiese, auf den ersten Blick scheint sie endlos zu sein. Mein Blick fällt auf riesige bunte Baumkronen, die sich über einem Blätterteppich erheben. Ich setze mich hin, schließe die Augen und fange an, dem beruhigenden Rascheln der Blätter zu lauschen. Ich stelle mir vor, wie die kleinen bunten Blätter durch die Lüfte wirbeln, wie richtige Tänzer. Nun schwebe ich auf dem Blätterteppich, der inzwischen zu einer Wolke und weich wie Watte geworden ist, hoch in die nebelige Luft. Ina Busch 8e

An einem wunderschönen Herbstmorgen stehe ich in einem Park und betrachte die majestätischen Baumkronen, die in Farben wie ein Regenbogen strahlen. Unter den Bäumen liegen viele bunte Blätter, die schöne Teppiche ergeben. Es ist nass und feucht, aber durch die Sonne, die so schwach scheint wie eine kleine Lampe, ist es noch angenehm warm. Die schwache Sonne lässt den Park hell und fröhlich erscheinen. Beim Weitergehen komme ich an einem Blätterteppich vorbei, auf dem es sich ein Igel gemütlich macht. Ich lege mich wie der Igel auf den Blätterteppich, er fühlt sich weich an wie eine Feder, das Gras tanzt fröhlich im Winde. Alina Ismaili 8e

Es ist ein ruhiger und nebeliger Morgen im Schlosspark. Die hellgrüne Wiese, auf der noch ein paar Kaninchen herumhüpfen, ist leicht feucht. Ein älteres bunt gekleidetes Ehepaar macht einen gemütlichen Morgenspaziergang durch den Park. Sie gehen an den riesigen Bäumen vorbei, deren Baumkronen mit farbenfrohen Blättern geschmückt sind. Die bunten Blätter fallen herunter auf den Boden und bilden einen bunten Blätterteppich. Der Sprühnebel umgibt die Bäume wie ein Vogelnest die Eier.

Pierre Birkholz 8e

Eines schönen Morgens laufe ich gemütlich durch den Park. Ich spüre wie der Wind meine Haare streichelt und wie die Bäume rings um mich flüstern. Ein sanfter Windstoß fährt durch die Bäume, und ich sehe die bunten Blätter, die aussehen wie ein Meer aus Farben. Die Baumkronen tanzen im Wind, und die Blätter fallen von den Bäumen, die dabei auch mit dem Wind zu tanzen scheinen. Die Sonne kommt aus einer Wolkendecke hervor. Ich sehe vor mir, wie die Bäume langsam zu riesigen Türmen heranwachsen. Dieser Augenblick, in dem ich durch den Park laufe, kommt mir vor wie Stunden.

Christian Klenner 8e

Eine dichte Decke aus Nebel hat sich über das Land gelegt. Man spürt den feuchten Nebel wie klamme Finger auf der Haut. Doch bei dem Anblick der bunten Natur wird mir warm ums Herz. Die Bäume mit ihren bunten Gewändern streiten sich um die schönsten Farben. Sie tragen Gewänder in Rot, Gelb, Braun, Orange und Grün. Die Wiese ist mit einer Decke aus Laub bedeckt. Wie sterbende Schwäne fallen die Blätter gen Boden. Die Äste und Zweige tanzen im Wind und spielen ihr Lied, wenn der kühle Wind durch die Baumkronen pfeift.

Ein schmaler Weg schlängelt sich durch die Wiesen. Die Pracht der Blätter und der ruhige Wind lassen mich träumend auf einer Parkbank zurück. Die Sonne lässt die mit Tau bedeckten Blätter glänzen, als wären sie mit einer glitzernden Schicht überzogen. Ich fühle mich wie auf einer Wolke schwebend, wie auf einem weichen Bett aus Federn.

Pascal Springer 8e

Vor mir erblicke ich einen gewaltigen Baum. Er sieht aus wie der König unter den Bäumen. Er ist dunkelbraun und mit Moos bedeckt. Zwei lange, schwere Äste neigen sich von ihm ab. Doch dahinter sehe ich drei weitere Bäume, die etwas dünner sind und von der Sonne angestrahlt werden. Alle vier tragen die schönsten Blätter, von zitronengelb bis orange über rostrot. Welch ein Farbenspiel! Die Blätterkronen versperren die Sicht in den Himmel. Man sieht hier schon, dass der Herbst in vollem Gange ist. Ich gehe langsam weiter und höre wie die vertrockneten Blätter bei jedem Schritt unter meinen Füßen knistern.

Ab und zu knacken die schweren Äste und es hört sich so an, als ob sie schwere Lasten tragen müssen. In der Weite erkenne ich viele noch grüne Bäume, die eng aneinander stehen. Es scheint, dass der Herbst sein Werk nicht ganz vollbracht hat. Weiter hinten steht ein gelb angemaltes Fußballtor. Nun mache ich mich auf den Weg zurück und schaue auf die grüne Wiese. Sie ist von einer Taudecke bedeckt, und die Taukristalle fangen langsam an zu verdunsten. Der goldene Herbst ist einfach wunderbar, mein ganzer Stress und mein ganzer Ärger sind wie weggeblasen. Oh Herbst, du bist doch die schönste Zeit des Jahres.

Lisa Schubert 8f

Leise höre ich die Vögel zwitschern. Ich stehe auf einer großen Wiese, auf einem Weg, der quer darüber führt, laufen zwei Spaziergänger, sie wirken verträumt. Am Weg steht eine Bank, sie steht da, als ob sie schläft. Auf der Wiese liegen die herrlich bunten Blätter, bunt wie ein Farbkasten liegen sie dort, wie tot lassen sie sich vom Wind in die Ferne tragen.

Am Ende der Wiese sehe ich, wie sich sanft ein kleiner Hügel erhebt. Die Bäume schwanken im Wind. Den Wind, den kalten Wind spüre ich im Gesicht. Tizian Sinne 8e

Es ist ein schöner sonniger und nebliger Herbsttag. Ich stehe im Park und höre die Vögel zwitschern und die Blätter im Wind rascheln. Ich sehe viele Bäume, deren Blätter so bunt wie ein Regenbogen sind. Zwei Menschen kommen auf mich zu gewandert, und es sieht wirklich so aus, als würden sie auf einem Blätterteppich laufen. Ich stehe ganz still und spüre wie der eisige Wind durch meine Haare weht, der Wind riecht nach dem Herbst, man riecht die Blätter und das Gras. Ganz hinten im Park entdecke ich ein Haus, das sich hinter den Bäumen versteckt. Die Sonne schimmert durch die Blätter und die Wärme fließt durch meinen Körper. Hier zu stehen und den Herbsttag zu beobachten ist fast so schön wie mein Geburtstag. Das Gras, worauf ich stehe, ist so weich wie mein Kuscheltier. Hinten im Park erkenne ich ein gelbes Tor, das ganz einsam ist und alleine da steht. Evelyn van Rompuy 8e

Mein Blick fällt zuerst auf einen dicken Baum im Vordergrund. Er sieht aus wie ein Mensch. Weiterhin erkenne ich, dass es sehr neblig und ungemütlich ist. Ich schaue nach rechts und nach links und die dicken und dünnen Bäume leuchten in vielen fröhlich-bunten Herbstfarben. Welch ein Farbspiel! Ich sehe mich weiterhin um, doch plötzlich bleibt mein Blick stehen, da mir zwei Menschen entgegenkommen. Sie scheinen so ca. 50 Jahre zu sein. Ein Haus oder eher ein Teil davon schimmert durch die Bäume hindurch. Es ist nicht so gut zu erkennen, jedoch sieht man es. Die Bäume, die davor stehen, sind recht außergewöhnlich, da, obwohl sie dicht beieinander stehen, der eine noch grün und der andere schon mehr gelb-orange scheint. Nun gehe ich öfter in den Park, denn dieser Anblick ist einfach fantastisch. Chantal Lindemann 8f

Ich laufe durch meinen Lieblingspark. Vor einem Baum, der so groß ist wie ein Elefant, bleibe ich stehen. Leider kann ich die Krone nicht sehen, so riesig ist er. Der Wind, der die Blätter auf dem Boden aufwirbelt und zum Rascheln bringt, spielt mit meinen Haaren. Ein Gefühl der Wärme durchströmt mich, als ich nur ein paar Schritte weiter drei weitere Bäume erkenne. Der vorderste hat grüngelbe Blätter, bei ihm scheint der Herbst wohl noch nicht angeklopft zu haben. Um ihn herum liegen viele braun-rote, getrocknete Blätter. Ein anderer Baum hat rot-orangene Blätter in den herrlichsten Schattierungen. Hoffen wir, dass sich der Winter Zeit nimmt und den Herbst lange walten lässt.

Anna Beckers 8f

Es ist still im Park, nur das Rauschen der Blätter ist zu hören. Die Welt liegt unter einem leichten Dunst verborgen. Der Nebel scheint mit seinen nassen Fingern nach mir zu greifen. Plötzlich kommt ein Wind und pustet den Nebel weg. Gleißendes Licht fällt durch die feuerroten Blätter einer knorrigen Eiche vor mir. Es sieht aus, als blicke man in lodernde Flammen. Ich überlege, wann ich das letzte Mal etwas so Schönes gesehen habe. Ich fühle mich frei. Es fällt mir schwer, mich vom Anblick zu lösen. Als ich mich schließlich abwende, fällt mein Blick auf ein rostbraunes Blatt am Boden und ich hebe es auf. Mit zwei Fingern streiche ich über das Blatt und bewundere die filigranen Muster. Jeden kleinen Makel spüre ich unter meinen Fingern.

Christine Klanten 8a

Es ist ein Feuerwerk der Farben an den Bäumen. Hier und da sieht man dennoch vereinzelt grüne Blätter einsam und verlassen hängen. Als ich weitergehe, sehe ich eine Bank, die von der kalten Nässe überfallen wird. Sie wehrt sich noch, scheint aber insgeheim aufgegeben zu haben. Frankie Müller 8a

Der laut heulende Wind hat die Bäume überrascht und ihnen so manches Blatt vom Leib gerissen. Nun lacht der Herbst mich an, in bunten Farben. Kaum eine Farbe hat der Herbst ausgelassen. Grün, gelb, braun, rot und auch orange sind am bunten Blätterbaum. Die grüne Wiese erscheint mir, als liege ein farbiger Teppich darauf. Ganz weit oben am Himmelszelt, grau wie eine Maus, sehe ich einen Drachen steigen. Der pfeifende Wind trägt ihn wie eine Mutter ihr Kind.

Chris Wenger 8a

Die Blätter leuchten in den schönsten Gelb-, Braun- und Rottönen. So langsam fallen einige der farbenfrohen Blätter nieder und gesellen sich zu den anderen. Die Bank, auf der ich sitze, ist noch ein wenig mit weißem Tau besetzt. Die Wiese ist grasgrün und überall sind Bäume um mich herum, die mir ein bisschen das Gefühl von Unruhe, aber auch Geborgenheit geben. Ich bemerke, dass ich der einzige Mensch in diesem Moment bin und das genieße ich, um nachzudenken und all das, was um mich herum passiert zu vergessen und mich voll und ganz auf diesen wunderschönen Augenblick zu konzentrieren. In dem Moment wünsche ich mir auch, ein Vogel oder Eichhörnchen zu sein, ganz ohne Sorgen, ohne ein Ziel zu haben, wenn man losfliegt.

Isabel Nolden 8a

Auf dem froschgrünen Rasen säuseln die vielen braunen Blätter, die überall verstreut sind. Etwas weiter hinten erkenne ich viele kleinere Bäume mit noch grasgrünen Blättern. Der Herbst ist wohl noch nicht überall angekommen, aber er zeigt sich von seiner schönsten Seite, trotz des ungemütlichen Nebels. Die dunkelbraunen Baumstämme stechen aus den farbenfrohen Blättern in allen Schattierungen der Farben heraus. Mitten drin ist eine dunkle Bank aufgestellt und an ihr geht ein altes Ehepaar vorbei durch die weit auseinander stehenden Bäume. Ihre Kleidung ist sehr auffällig, und sie wirken sehr klein wie Zwerge. Blätter rascheln, Äste knacken, der Wind rauscht ganz leise, welch eine prachtvolle Aussicht! Ist es nicht ein toller Herbst? Kathrin Sussmann 8f

Ich gucke hinunter auf meine Schuhe, unter ihnen kleben braune Blätter. Überall auf der Wiese verteilt liegen sie. Nun gehe ich ein paar Schritte weiter, die Blätter quietschen auf dem nassen Rasen. Ein Regentropfen platscht auf meinen Kopf. Ich schaue hinauf und sehe das prachtvolle Blätterdach. Die Bäume sehen aus, als hätte man einen Regenbogen in Eimer gepackt und ihn über die Bäume geschüttet.

Eric Büscher 8a